Meckel


Meckel
Mẹckel,
 
1) Christoph, Schriftsteller und Grafiker, * Berlin 12. 6. 1935; Grafikstudium 1954-56 in Freiburg im Breisgau und München. Schreiben und künstlerische Gestalten (Zeichnungen, Radierungen, Holzschnitte) stehen bei Meckel in gegenseitigem Wechselspiel bis hin zur Stoff- und Themenwahl. Seit 1956 (»Tarnkappe«) erschienen zahlreiche Grafik-, Lyrik- und Prosabände, die von Meckels fantastisch-allegorischen Wirklichkeitsspiegelungen geprägt sind. Eine wesentliche Rolle spielen das Thema Kindheit und, v. a. in den Prosawerken (»Bockshorn«, 1973; »Suchbild. Über meinen Vater«, 1980; »Berichte zur Entstehung einer Weltkomödie«, 1985), autobiographische Elemente. Die formenreiche Lyrik lässt das Vorbild J. Bobrowski erkennen. In weit ausholendem poetischem Gestus verbindet er in »Gesang vom unterbrochenen Satz. Drei Poeme« (1995) archaische Bilder mit solchen aus der Computertechnik, um menschliches Scheitern zu thematisieren.
 
Weitere Werke: Lyrik: Liebeslyrik (1977); Souterrain (1984); Das Buch Shiralee (1989); Hans im Glück (1991); Blut im Schuh (2001).
 
 2) Markus, Politiker, * Müncheberg 18. 8. 1952; seit 1980 Pfarrer in Mecklenburg. Politisch ab 1981 zunächst in der Friedens- und Menschenrechtsbewegung tätig, wurde er am 7. 10. 1989 in Schwante zum Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR, deren geschäftsführender Vorsitzender er von März bis Juni 1990 war. März-Oktober 1990 Abgeordneter der Volkskammer (SPD), war Meckel Außenminister in der Regierung der großen Koalition unter L. de Maizière (12. 4.-21. 8. 1990). Meckel wurde am 2. 12. 1990 MdB.

Universal-Lexikon. 2012.

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